Vom Schmerz zur Stärke / Wie Lumi Leonie und meine Seele rettet

Veröffentlicht am 12. Mai 2026 um 21:41

Nun sitzen wir verzweifelt da und wissen nicht mehr, was wir tun sollen. Alles, was mir übrig bleibt, ist meine Tochter jeden Tag zu stärken. Es ist zum Haare raufen. Ich werde nie verstehen, weshalb man anderen weh tut! Also spreche ich mit meinem Bruder darüber, dass ich langsam durchdrehe und nicht weiss, wohin ich mit diesen Gefühlen in mir gehen soll. Ich kann ja nicht ständig meine Familie vollheulen. Aber es fängt an, an den Nerven zu zerren. Meine Tochter kann nicht schlafen. Und wenn sie schläft, dann träumt sie extrem stark und spricht im Schlaf.

Mein Bruder rät mir, ein Tagebuch zu schreiben, weil ihm die Texte, die er macht, auch geholfen haben, alles zu verarbeiten. Also denke ich darüber nach, ob das eine Option für mich ist. Die Idee mit dem Tagebuch gefällt mir aber nicht. Ich will nicht ins Leere schreiben. Ich möchte was bewegen, wenn ich was tue. Mein Tagebuch landet in der Schublade und niemand lernt aus meiner Erfahrung. Das gefällt mir nicht. Also überlege ich Tag und Nacht, wie ich es verarbeiten kann und wie ich gleichzeitig meiner Tochter helfen kann.

Es vergehen zwei bis drei Tage und ich sitze so auf dem Sofa. Ich überlege, was es noch gibt, wie ich mein Kind stärken kann. Als ich so eine Serie schaue, kommt mir plötzlich eine Idee. Ich könnte ja jeden Abend meiner Tochter eine Kurzgeschichte schreiben! Also sitze ich gleich an dem PC und überlege mir, was ich aufbauen könnte. Ich kombiniere den Pinguin, ihr Lieblingstier, und ihre Lieblingsgeschichte als Inspiration: Die Schule der magischen Tiere. Und so fange ich an, Ideen aufzuschreiben. Ich schreibe und kritzle und plötzlich kommen so viele Ideen auf einmal. Ich schreibe mir alles auf und merke schnell, dass es nicht bei einer Kurzgeschichte bleibt, da ich nicht mehr aufhören kann zu schreiben.

Also entscheide ich mich, jeden Abend ein Kapitel auf die Beine zu stellen, um sie zu stärken und damit sie merkt, dass wir immer für sie da sind, wenn sie uns braucht. Auch wenn wir von aussen keine Hilfe bekommen. So kann ich ihr zeigen, dass wir zusammenhalten, egal was kommt. Ich merke schnell, dass ich total im Fluss bin und dass ich meine Ideen und Fantasie ausleben kann. Und der Gedanke, meiner Kleinen helfen zu können, macht mich extrem glücklich. Und gleichzeitig heilt es auch meine Seele. Habe ich das Buch auch ein wenig für meine Seele geschrieben? Ich weiss es nicht. Es könnte sein. Meine Tochter findet die Geschichte wirklich sehr toll, die ich geschrieben habe. Und als ich nochmals die Geschichte durchlese, denke ich: Gar nicht so übel. Und es macht mir extrem viel Spass, es zu schreiben.

Jetzt ist die Geschichte gesetzt und auf meinem PC gespeichert. Es stört mich ein bisschen, dass es nur geschrieben ist. Es wäre schön, wenn es ein Buch wäre für Leonie. Also fange ich an, mit Gemini zu arbeiten, um herauszufinden: Wie macht man überhaupt ein Buch? Ich lasse mir von Gemini erklären, wie man ein Buch erstellt. Und so versuche ich mal meine ersten Schritte auf Canva. Es macht mir so unglaublich Spass, das Buch zu gestalten. Die Routine ist mir noch nicht gegeben, aber es macht mir extrem viel Spass. Und ich bin so gespannt, was meine Tochter davon halten wird.

Welches „Projekt der Stärke“ habt ihr schon einmal aus einer schweren Zeit heraus erschaffen, um euch oder euren Liebsten wieder Mut zu geben?

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